Das Teehaus wurde zum 100 jaehrigen
Bestehen des Museums fuer Kunst und Gewerbe errichtet.
Es handelt sich um ein Geschenk
der Urasenke Foundation und ihrem ehmaligen Grossmeister Hounsai Daisosho.
Die Urasenke Teeschule ist eng mit dem Museum verbunden. Auf der Basis
ihrer Tradition werden regelmaessig Teezeremonien im Museum durchgefuehrt.
Aus Ehrerbietung und zum Gedenken
an den Gruender der Urasenke Tradition, Meister Sen no Rikyu (1521-1591),
wurde ein Teehaus vom Grashuetten-Typ "SOAN" errichtet.
Es erhielt den Name "Klause der
Kiefernreinheit" (jap. Shoseian) .

Fuer den Bau waehlte man Naturmaterialien
aus Japan.
Grob bearbeitete Pfeiler aus Zedernholz
tragen ein Dach mit eingezogenem Giebel. Das Dach selbst besteht aus schlichten
Stuetzbalken und ist mit Schindeln aus Zedernholz gedeckt. Von nur zwei
Seiten mit Waenden versehen bleibt der Blick frei in das Innere des mit
drei Tatamimatten ausgelegten Raumes, genannt SANJO-KIRI. An seiner Rueckwand
befindet sich auf der linken Seite die sogenannte Bildnische (jap. Tokonoma),
die die Groesse einer Tatamimatte ausmacht und im Bodenniveau vom restlichen
Raum leicht erhoeht ist. Auf der rechten Seite findet sich die Eingangstuer
fuer den Gastgeber bzw. die Gastgeberin.
Den Mittelpunkt des Raumes aber
stellt die in den Boden eingelassene Feuerstelle fuer den Wasserkessel
dar, die den Raum spaeter in die Seite des Gastgebers (rechts) und die
des Gastes (links) einteilen wird. Urber dem Platz des Gastgebers
ist die Decke niedriger gehalten und mit Schilf bedeckt, waehrend sie ansonsten
mit Brettern verkleidet ist.
Bambus, Reisstroh, Zedernholz, Schilf
und das Holz der roten Kiefer sind die Werkstoffe dieser Klause. Manche
sind nur grob bearbeitet und zeigen ihre urspruengliche Form, andere sind
stark bearbeitet fuer einen rein funktionalen Verwendungszweck. Alle aber
verbleiben an ihrer Oberflaeche unbehandelt und zeigen ihre natuerliche
Farbe.

Foto: Ulrike
Schacht
Das Augenmerk stets auf das Notwendige
gerichtet ist so ein Ort von grosser Schlichtheit, Natuerlichkeit und Klarheit
entstanden. Das harmonische Farbenspiel von Naturtoenen beruhigt die Sinne
und laedt zum Verweilen ein. Es ist ein Ort der Ruhe und Sammlung zugleich,
bereit fuer die Begegnung.
Es ist diese Begegnung, die in
der Teezeremonie zelebriert wird. |